Fensterbrüstung

 

Als Fensterbrüstung bezeichnet man den opaken Bereich unterhalb des Fensters, der verschiedene Aufgaben zu erfüllen hat. Die Fensterbrüstung ist zum einen Absturzsicherung und zum anderen besteht hier die Möglichkeit, Heizkörper anzuordnen, um einem Kaltluftabfall von der Fensterfläche entgegenzuwirken. Die Heizfläche wirkt auch der Strahlungsasymmetrie entgegen, welche sich infolge der wärmetechnischen Schwachstelle Fenster ergeben kann. Im Bereich der Fensterbrüstung sind häufig Abdichtungsprobleme dadurch anzutreffen, dass die Fensterbrüstung andere Verformung erfährt, als der normale Wandbereich. Es bilden sich Risse an den Fensterlaibungen, in die bei Schlagregen erhebliche Wassermengen einwirken können und an den raumseitigen Oberflächen der Fensterbrüstungen zu Verfärbungen und Ausblühungen führen können. Es ist also in diesen Bereichen eine besondere Detailplanung erforderlich, damit kein Niederschlagswasser nachteilig einwirken kann. Damit ein möglichst guter freier Ausblick gegeben ist, sollte die Fensterbrüstung nicht zu hoch sein. Im Normalfall sind 90 cm zu empfehlen. Um den Ausblick in einigen Räumen günstiger zu gestalten, kann der opake Teil der Brüstung auf eine Höhe von 30 cm begrenzt werden; die Verglasung sollte nicht bis zum Boden reichen, um dort eine bessere Anschlussmöglichkeit zwischen Boden und Wand sowie die Anordnung eines kleinen Heizkörpers zu ermöglichen. Der  darüberliegende Bereich der Fensterbrüstung ist mit einer Höhe von 60 cm als feststehende Verglasung auszuführen.