Imprägnierung

 

Imprägnierungen werden an kapillar saugfähigen Bauteiloberflächen aufgetragen, um die Wasseraufnahme des Untergrundes, z. B. bei Schlagregen, zu mindern. Die dafür verwendeten Materialien bestehen gewöhnlich aus Kohlenwasserstoffen, welche anders als die mineralischen Untergründe eine kleinere Oberflächenspannung als Wasser aufweisen und somit hydrophob (wasserabstoßend) wirken. Hierdurch wird die Kapillarleitung von Baustoffporen mit Porendurchmessern zwischen 0,1 µm und 0,1 mm herabgesetzt. Bei Poren und Rissen von mehr als 0,1 mm Weite wird die kapillar unterbrechende Wirkung zunehmend geringer. Diese Stellen sind besonders heikel, da infolge der Imprägnierung vermehrt an der Fassade herabfließendes Nieder­schlags­wasser an derartigen Fehlstellen konzentriert in das Bauteil eindringen kann. Die herabgesetzte Kapillarleitung mindert auch die Trocknungsleistung des Bauteils. Eine Imprägnierung ist daher nur sinnvoll, wenn eine fein strukturierte, homogene Oberfläche vorhanden ist und die Imprägnierung vollflächig, ohne Fehlstellen, aufgebracht wird.